Archiv | Infoletter 01/2015 - Laserfeinschweißen

Wie sieht die Produktion der Zukunft aus?

Vorwort

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Ob in den Medien, in der Politik oder anlässlich der diesjährigen Cebit: Das Schlagwort “Industrie 4.0” ist in aller Munde. Die Idee von der „Smart Factory“ und den intelligenten, sich selbst steuernden Objekten, die über ein „Internet der Dinge“ kommunizieren, erinnert an Science Fiction-Filme. An Maschinen, die  selbständig Entscheidungen treffen und sich à la „Terminator“ manchmal auch gegen ihre Schöpfer richten. So eine Thematik muss die Gemüter bewegen.

Bislang wird “Industrie 4.0” in Ansätzen nur in größeren Unternehmen umgesetzt und laut einer kürzlich veröffentlichten  Umfrage des Deutschen Industrie- und Handelskammertages sehen viele Mittelständler eher Risiken als Vorteile in der zunehmenden Digitalisierung – trotz des Drängens von Kanzlerin Angela Merkel, Deutschland müsse schnell auf den Zug aufspringen, um seine Position als Produktionsnation zu behaupten. Ist Industie 4.0 also bloß ein Hype oder als Chance zu begreifen?

Der Weg zu immer stärker virtualisierten und informatisierten Fabriken ist sicher nicht mehr aufzuhalten, aber ich bin überzeugt, dass es die damit verbundene Vorstellung von menschenleeren Fabrikhallen nicht geben wird, denn überregulierte Systeme werden am Ende unbeweglich. Menschen sind mit ihrer Alltagsintelligenz selbst der besten Expertensoftware in Ausnahmesituationen überlegen und bringen Kreativität und Flexibilität in Prozesse ein.
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Spannend sind in diesem Zusammenhang die Ergebnisse einer aktuellen Studie des Fraunhofer-Instituts zur Erwartungshaltung an die Produktionsarbeit der Zukunft: Demnach wird die Automatisierung zwar für immer kleinere Serien möglich, aber menschliche Arbeit bleibt auch zukünftig ein wichtiger Bestandteil der Produktion. “Industrie 4.0” erschöpft sich laut Aussagen der Wissenschaftler nicht in der Vernetzung intelligenter, sich selbst steuernder Systeme (CPS), sondern bedeutet die intelligente Datenaufnahme, -speicherung und -verteilung durch Objekte und Menschen mit zunehmend dezentralen Steuerungsmechanismen.

Diese Prognosen bestärken uns in unserer bisherigen Personal- und Investitionspolitik, die wir stets flexibel an die steigenden Anforderungen des Marktes angepasst haben. Mit unserer Betriebs-Software KISS (Kurios InformationS System) wickeln wir bereits alle Abläufe über ein System ab, das den kaufmännischen und den fertigungstechnischen Bereich unter der gleichen Benutzeroberfläche abbildet. Das ermöglicht allen Mitarbeitern an allen Arbeitsplätzen einen kompletten Überblick über die einzelnen Projekte und schafft eine vollkommene Transparenz der Abläufe im ganzen Haus und gegenüber dem Kunden. Dadurch können wir auf die Anforderungen unserer Kunden effizient, schnell und flexibel reagieren. Und Flexibilität wird angesichts der immer kürzeren Märktezyklen zu DEM Schlüsselfaktor für Wettbewerbsfähigkeit.
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“Industrie 4.0” setzt also neue Maßstäbe für die Qualifikation und Weiterbildung der Mitarbeiter. Der Produktionsarbeiter der Zukunft wird für Arbeitstätigkeiten On-the-Job geschult sein müssen und vermehrt Aufgaben für die Produktentwicklung übernehmen. Diese Tendenz zeichnet sich bereits seit Jahren bei KURIOS ab. Unsere Facharbeiter in der Fertigung verfügen nicht nur über ein hohes Maß an Fachkompetenz, sondern genügen auch einem hohen intellektuellen Anspruch, um die komplexen Prozesse z.B. bei mehrachsigen Bearbeitungsverfahren zu steuern.

Wir setzen in unserer Personalpolitik deshalb konsequent auf Aus- und Weiterbildung. Beim Eintritt in ein neues Zeitalter müssen wir uns fragen, ob ein Ingenieurstudium dabei immer die beste Wahl ist. Inzwischen gibt es fantastische Möglichkeiten, sich am Ende seiner Berufsausbildung weiter zu qualifizieren und Praxis und Theorie zu verbinden. Unser Mitarbeiter Marcel Kahl wird im nächsten Jahr z.B. berufsbegleitend am Elbcampus seinen Abschluss als „Internationaler Schweißfachmann“ machen und ist dann befähigt, bei KURIOS die verantwortungsvolle Schweißaufsicht zur Qualitätssicherung zu übernehmen. (siehe auch Steckbrief Marcel Kahl in diesem Newsletter).

Die Industrie ist im Umbruch und schon heute ist es technisch möglich, die Produktion mit Hilfe von kleinen Datenchips zu steuern. Aber noch sind viele Fragen gerade zu Datenschutz und Datensicherheit ungeklärt. Wie “Industrie 4.0” morgen konkret aussehen wird, entscheiden wir Unternehmer selbst. Lassen Sie uns die Chance ergreifen, es im Sinne unserer Mitarbeiter und Kunden zu gestalten.

Ihr Stephen R. Ostermoor

KURIOS Laserprodukt GmbH - Wir können präzise - Video

Beim Thema Präzision sind wir absolut toleranzlos. Das KURIOS Imagevideo Nr. 2 gibt Ihnen einen kurzen Einblick in die Möglichkeiten der passgenauen Materialbearbeitung bei KURIOS.

"Wir können präzise" - Laserfeinschweißen

Verfahrenstechnik

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Toleranzlose Präzision ist in Medizintechnik, Flugzeugbau, Automobilindustrie oder Messtechnik oft entscheidend für die Sicherheit und das Leben vieler Menschen. Wenn es um hundertprozentige Passgenauigkeit bei der Fertigung von Präzisionsinstrumenten geht, hat sich gerade in diesen Bereichen das Laserfeinschweißen als modernes Verfahren in der präzisen Materialbearbeitung bewährt und viele Kunden vertrauen seit Jahren auf KURIOS als Spezialisten.

Worin liegen die Vorteile dieses Verfahrens?

Laserfeinschweißen ist die überlegene Alternative zu herkömmlichen Bearbeitungsverfahren, wenn es um das schnelle punktgenaue Zusammenfügen von Bauteilen mit hoher Präzision und schlanker Schweißnaht bei hoher Festigkeit geht.

Laserfeinschweißen zeichnet sich durch einen sehr geringen Wärmeeintrag und daraus resultierender geringer Wärmeeinflusszone (WEZ), hohe Wiederholgenauigkeit und Festigkeit der Schweißverbindung aus. Je nach Anwendungsfall spielen auch gasdichte Nähte, eine für die Hochtemperatursterilisation geeignete porenfreie glatte Oberfläche oder Biokompatibilität eine entscheidende Rolle.
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Wenn mit konventionellen Methoden (WIG-Schweißen) keine befriedigenden Ergebnisse erzielt werden können, kommt Laserfeinschweißen zum Einsatz: Dazu gehören insbesondere Dünnblechschweißungen, Mikromaterialbearbeitung, Schweißungen im Bereich von wärmeempfindlichen Bauteilen wie Herzschrittmacher, Batterien, Magnete, Gummi- und Metallverbindungen.
 
Reparatur- oder Laserauftragsschweißen
 
Reparatur- oder Laserauftragsschweißen mit Zusatzwerkstoff ist im Werkzeug- und Formenbau mittlerweile eine etablierte Technologie. Es eignet sich bei verschlissenen Spritzgusswerkzeugen, defekten Schneidkanten, fehlerhaften Gravurmarken, Konturänderungen oder auch bei Fertigungsfehlern zum Reparieren, um die Werkzeuge unmittelbar wieder einsetzen zu können. Durch geeignete Wahl der Zusatzwerkstoffe können die werkstoffspezifischen Eigenschaften des Grundwerkstoffs präzise nachgestellt werden. So können selbst polierte Nickelbasislegierungen oder rissempfindliche Werkstoffe fachgerecht geschweißt werden.
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Attraktives Preisniveau auch beim Laserschweißen von Serienbauteilen

Durch den Einsatz von 3D-CAD-Anwendungen und die neuen technischen Möglichkeiten in der Materialbearbeitung sind in der Entwicklungsphase von Produkten der Fantasie – fast – keine Grenzen mehr gesetzt. Für Projektentwickler, Architekten, Designer etc. ist das Thema der technischen Machbarkeit bei der Entwicklung individueller Lösungen deshalb heute oft nicht mehr der entscheidende Punkt, sondern der Preis. Mit dem Argument „das können wir uns eh nicht leisten“ werden viele gute Ideen schon in der Entwicklungsphase verworfen.

Hier kommt KURIOS ins Spiel: Wir verfügen über ein vierköpfiges Team aus erfahrenen Schweißern und über drei moderne Laserschweißsysteme, an denen wir individuell nach Ihren Wünschen produzieren können. Auch beim Laserschweißen sind wir schon bei geringen Stückzahlen in der Lage, ein hochwertiges und kostengünstiges Produkt zu fertigen. Die Möglichkeit einer automatisierten Produktion bietet preislich neue Spielräume – und das bereits ab 50-100 Stück.

Marcel Kahl - Laserfeinschweißer aus Überzeugung

Steckbrief: Marcel Kahl

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Marcel Kahl (24) gehört zu den eher entspannt-ausgeglichenen Mitarbeitern von KURIOS. Doch unlängst hat ihn etwas aus der Ruhe gebracht: „Als ich erfahren habe, dass KURIOS mir eine Weiterqualifikation zum Internationalen Schweißfachmann am Hamburger Elbcampus ermöglicht, war ich sehr glücklich darüber. Ich empfinde es als große Wertschätzung und freue mich über das Mehr an Verantwortung, das mir übertragen wird. Insbesondere, da ich erst verhältnismäßig kurz zum KURIOS Team gehöre.“ Nicht ohne Grund fördert das Unternehmen die Karriere des ehrgeizigen jungen Mannes, der neben seiner Begeisterung für das Laserfeinschweißen eine Passion für historischen Motorsport hat. Nach einer Ausbildung als Metallbauer und einigen Semestern Maschinenbau an der Technischen Universität Hamburg-Harburg ist Kahl seit letztem August neben seiner Arbeit als Laserfeinschweißer im Bereich Laserfeinschweißen, Bauteilmontage, Glasperl- und Korundstrahlen von Bauteilen sowie der Sichtprüfung von Bauteilen im Rahmen der Qualitätssicherung für KURIOS tätig und hat sich dort innerhalb kürzester Zeit bewährt. Sein hoher Anspruch an sich selbst und an seine Arbeit – „es kann nie schaden, etwas mehr zu wissen als andere“ – zahlt sich aus.

Marcel Kahls Herz gehört historischen Autos und seiner schwarzglänzenden 500 ccm Honda Baujahr 1985, an der er gerne schraubt und poliert. „Wenn ich abends entspannen möchte, setze ich mich auf mein Motorrad und fahre eine kurvige Landstraße entlang“, erklärt der Motorradfan, der am liebsten Urlaub in seiner Geburtsstadt Hamburg und auf den umliegenden Straßen macht. Zum historischen Motorsport war Marcel Kahl über seine drei größeren Brüder gekommen: „Keiner von ihnen interessierte sich für Fußball – aber für schicke, schnelle Flitzer. Da musste ich einfach in ihre Fußstapfen treten!“, erläutert Kahl lachend.

Einen großen Wunschtraum möchte sich der Motorradfan möglichst zeitnah erfüllen: Eine ausgedehnte Motorradtour durch Kalifornien, Arizona oder Mexiko. Dort könnte er dann auch ganz stilecht sein Lieblingsgericht genießen – ein Huftsteak mit Pommes und Knoblauchbrot und dazu eine eisgekühlte Coke. Aber das alles muss noch warten, bis Marcel Kahl im kommenden Jahr seinen Abschluss als Internationaler Schweißfachmann absolviert hat...
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